Update zu den Mulis und die unglaubliche Geschichte des heutigen Tages…
14. Januar 2017
Juten Morgääähn liebe Welt
18. Januar 2017

Tagtäglich werden Anja und Efkan mit Grausamkeiten, Ungerechtigkeiten und Trauer konfrontiert ohne jemals aufzugeben. Man könnte fast meinen, dass man nach so vielen Jahren Tierschutzarbeit an ,,das Schlimmste” gewöhnt ist – ich sage euch: Man gewöhnt sich nie daran!!!
Viele Tränen fließen, weil so viel Enttäuschung und Trauer und auch Hass da ist… weil das Elend kein Ende zu finden scheint.

Wie ihr alle wisst, betreuen Anja und Efkan regelmäßig die Hunde oben in den Bergen, an der Baustelle.
Vor ca. 5 Wochen entdeckten sie, dass unter einem großen Stein, in einer Erdhöhle wieder Welpen geboren wurden.  
Es gibt eine Hundemama dazu – allerdings ist an sie kein rankommen – sie bleibt immer weit entfernt stehen und schaut Anja und Efkan zu, wenn sie ihr gutes, nahrhaftes Futter zurecht legen, damit sie stark genug ist ihre Welpen zu ernähren bei den aktuellen Minusgraden.

Anja und Efkan schauen auch regelmäßig nach den Babys und ihnen fiel bereits auf, dass Eines der Kleinen dünner und viel kleiner als seine Geschwisterchen ist… Immer wieder überlegte Anja es mitzunehmen, aber auch bei ihr blieb fraglich, ob sie es durchbekommen würde.

Als Anja und Efkan gestern wieder oben waren, um nach der Familie zu schauen, war etwas anders als sonst…
Die äußerst scheue Hundemutter lief bereits beim ankommen auf ihr Auto zu und bellte wie eine Verrückte – so nah war sie noch nie heran gekommen.
Anja und Efkan ahnten Böses und ihnen gefror das Blut in den Adern als sie nach den Babys schauten.

Inmitten seiner vier Geschwister lag der Kleinste und Dünnste voller Blut. Sie nahmen ihn heraus und sahen direkt was passiert war.
Man hatte ihm die Ohren und die Rute abgeschnitten.

In der Türkei ist es leider üblich, dass man Hunden, vor allem Welpen, die Ohren und die Rute abschneidet. Es hält sich wacker das Gerücht, dass die Hunde dann besser hören könnten und dass sie unnahbarer für Feinde sind, die bei einem Kampf nicht nach Ohren oder Rute schnappen können.
Ja, es ist trauriger Alltag, aber warum zum Teufel schneidet man einem ca. 5 Wochen alten Baby Ohren und Schwanz ab und schmeißt es dann wieder inmitten seine Geschwister???

Es hätte ,,Sinn gemacht” wenn Derjenige, der es getan hat, den Welpen mit nach Hause genommen hätte, um ihn als Hofhund zu halten und ihn so darauf ,,vorzubereiten”. Aber welche kranke Seele schneidet einem Hund einfach mal so Ohren und Rute ab und schmeißt ihn wieder weg?
Dazu würde jeder Mensch, der einen Hund haben wollen würde, sich den Größten und Stärksten aussuchen und nicht das Kleinste des Wurfes.

Wir sind mal wieder entsetzt über soviel Abartigkeit und würden die kranke Person gerne mal persönlich zur Rede stellen, aber wie es so oft ist… Wir werden es niemals erfahren.

Anja hat das Baby natürlich mitgenommen. Die Gefahr einer Infektion wäre dort oben viel zu wahrscheinlich und würde dem Kleinen garantiert sein Leben kosten. Nun hoffen wir, dass er zu einem glücklichen Junghund heran wächst, der eines Tages das Glück einer eigenen Familie erleben darf.