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Kitmir 2.0 – Unser Projekt “EfkAnja” wurde gestartet. Alle Infos findet Ihr unter diesem Link

Damit ihr schon mal planen könnt. Kitmir Sommerfest am 02.09.2018 in Hille (NRW). Den Flyer findet Ihr unter diesem Link

Endstelle: Happy End für Runa – das Schicksal hat ihr ein Traumzuhause bei ganz tollen Menschen beschert

Endstelle: Dean hat ein neues liebevolles Zuhause gefunden.

Endstelle: Tango hat ein tolles Zuhause in Rheinstetten gefunden.

Endstelle: Die wunderbare Simit bereichert nun das Leben einer tollen Familie in 76275 Ettlingen.

Merle hat eine liebevolle und tolle Familie gefunden – sie lernt nun im schwäbischen die Maultaschen kennen.

Endstelle: Frieda hat ein tolles Zuhause an der Schweizer Grenze und – Sie kann den Käse schon riechen…

Straßentiere in Demirtas

Ende der Touristensaison – Tod den türkischen Straßentieren

Ich beobachte das ganze Jahr über voller Verwunderung die Posts und Aussagen einiger Türkei Urlauber auf diversen Seiten des world wide webs.
Immer wieder lese ich, wie gut es doch die türkischen Straßentiere getroffen haben. Dazu werden Bildchen gepostet, die einen gefüllten Futternapf vor einem Hotel oder eine bestückte Wasserquelle am Strand zeigen.

Auch ich war einst eine Touristin in der Türkei und habe meinen Sommerurlaub an der türkischen Rivera verbracht. Auch ich habe gut genährte Straßentiere angetroffen umd die Hotelkatzen jeden Abend mit Futter versorgt.
Dann habe ich eine kleine kranke Hotelkatze gefunden und beschlossen ihr ein Zuhause zu geben.
Warum ich das getan habe???
Weil mir plötzlich auffiel, dass die Hotelkatzen des vorheriges Jahres komplett verschwunden waren… weil ich die Einheimischen befragt habe und tatsächlich (teilweise) ehrliche Antworten erhielt… weil ich nicht wollte, dass diese eine kleine, kranke Katze vergiftet, erschlagen oder anderweitig aus dem Weg geräumt wird.

Ich suchte meiner Katze im September (Touristensaison) einen Pensionsplatz und kam vier Monate später zurück, um sie abzuholen (außerhalb der Touristensaison)
Die Hotels hatten größtenteils geschlossen und der Strand war wie leer gefegt. Trotzdem verband ich das nützliche mit dem sinnvollen und verbrachte eine Woche in Alanya, um dort Urlaub zu machen und meine Katze abzuholen.

Tja, was soll ich sagen??? Urlaub (Erholung) ist etwas anderes, wenn man Tierliebhaber ist.
Die Tiere, die im September noch gut genährt waren, waren es plötzlich nicht mehr. Die Tiere, die im September noch gefüllte Futternäpfe vor dem Hotel fanden, liefen hungrig, stark unterernährt und bettelnd durch die Gegend. Die Tiere, die vier Monate vorher noch am Hotel lebten, waren alle verschwunden. Es war Januar – die Touristensaison war vorbei und die Tiere starben jeden Tag einen grausamen und elenden Tod.

Plötzlich habe ich erkannt, was dort passiert…
Ich entschied mich aktiv den Tierschutz in der Türkei zu unterstützen und habe seitdem Sachen gesehen und erlebt, die mich dazu bringen die Menschheit jeden Tag aufs Neue in Frage zu stellen.

In der letzten Woche wurde ein Hund in Alanya einfach erschossen – mitten in der Stadt, einfach so. Heute muss ich lesen, dass eine Straßenhündin mit Steinen erschlagen wurde, nachdem man ihr die Beine zusammen gebunden hatte… ihre Welpen waren ebenfalls verschwunden (und es waren Viele – kleine, unschuldige und fröhliche Leben).

DAS ist Alltag in der Türkei! Es passiert immer – es passiert täglich. Aber es passiert natürlich so, dass die tierlieben Touristen davon nichts mitbekommen. Bitte seid euch bewusst, dass eure Hotels schließen und die Näpfe weg geräumt werden, wenn ihr nicht mehr da seid. Bitte seid euch bewusst, dass kleine Katzenbabys viel besser ankommen, als ,,alte”,,große” Stammkatzen. Bitte seid euch bewusst, dass die Hunde sich am Strand vermehren und zuviele davon die Urlauber belästigen, wenn die Saison wieder beginnt. Bitte seid euch bewusst, dass euch etwas vorgespielt wird, weil ihr viel Geld da lasst und die Menschen darauf angewiesen sind.
Bitte seid euch aber bewusst, dass es auch tatsächlich tierliebe Menschen und Hotels dort gibt und ihr nicht Alle verurteilen dürft.

Was ich mit diesem Text bezwecken will?
Ich möchte euch nicht den Urlaub in der Türkei madig machen und ich möchte auch nicht, dass ihr der Türkei fern bleibt, denn das ist der falsche Weg.

Ich möchte euch nur inständig bitten, eure Augen zu öffnen und eure Stimme für die Tiere zu erheben.
Bitte nehmt eure rosarote Brille ab und hinterfragt doch einmal kritisch in eurem Stammhotel, was mit den Tieren vom letzten Jahr passiert ist (Nein, sie sind nicht alle adoptiert worden). Bitte unterstützt die örtlichen Tierschutzvereine (die gibt es in Side, in Antalya, in Alanya, in Izmir….) mit einer kleinen Spende für Futter und Kastrationen. Bitte bringt ein verletztes Tier zum Tierarzt und hofft nicht auf Hilfe durch Dritte (die selber völlig überlastet sind) und bitte, bitte, bitte GREIFT EIN, wenn ihr seht, dass einem Tier Schaden zugefügt wird. Ihr kommt auch sicher nicht ins Gefängnis, denn ihr seid Touristen, die diesem Land helfen zu leben und keiner möchte euch in Unmut stimmen, denn die Türkei ist auf Touristen angewiesen.

Es stimmt mich traurig die täglichen Gräueltaten zu sehen und immer noch Urlaubsberichte zu lesen, in denen behauptet wird, dass die türkischen Straßentiere ein gutes Leben führen.
Jeden Tag stehen Tierschützer auf und geben ihr Leben dafür, das Leben der Straßentiere ein Stückchen besser zu machen. Und trotzdem reicht es nicht…

Wer immer noch der Meinung ist, dass ich hier Unfug schreibe, ist eingeladen ein paar Tage an der Seite von türkischen Tierschützern zu verbingen – Tag und Nacht.
Ich freue mich auf euren anschließenden Bericht.
Danke für’s lesen.
Tina Gernardt

 

 

Die Baustellenhunde

Im Sommer 2014 machten sich Anja und Efkan auf den Weg in die Berge, um einen schwer verletzten Esel zu helfen, der dort gesichtet wurde.

Auf ihrer Fahrt stießen sie auf Unglaubliches, an Traurigkeit und Armseligkeit kaum zu übertreffen – in über 1000 Meter Höhe trafen sie auf eine Baustelle, an der ca. 40 Hunde und ein Muli lebten.

Alle Tiere waren in einem schlechten Zustand und die Rettungsaktion begann sofort… Die Tiere brauchten dringend Hilfe.

Seit Sommer 2014 wurden dort oben ca. 50-60 Hunde kastriert, hunderte Säcke Trockenfutter wurden hochgefahren und verfüttert, ca. 10 Hunde wurden gerettet und vermittelt, etliche Hunde wurden medizinisch versorgt, 18 Hundehütten wurden für den kalten, schneereichen Winter in den Bergen gespendet und die Muli Dame Lollypopp wurde gerettet und lebt bei Efkan.

Nur zwei Menschen haben unglaubliches dort oben geleistet, aber sie schaffen es nur mit der Unterstützung von Tierfreunden.

Die Versorgung der Baustellenhunde ist zeitaufwendig und kostenaufwendig, aber sie brauchen Hilfe, denn dort oben in den Bergen gibt es keine Zivilisation und im Wald und auf der Baustelle findet sich nicht genug Nahrung.

Um das Leid nachhaltig einzudämmen, sind Kastrationen von oberster Priorität und finanzielle Unterstützung wird an jeder Ecke benötigt.

Diese Hunde haben alles verloren, was sie eins hatten – bitte helfen sie, die Tiere durch Futter zu unterstützen und die Population durch Kastration zu verringern. Welpen, die nicht geboren werden, müssen kein Leid und Hunger erfahren.

Die Müllhunde

Die Müllhunde haben alles verloren

Es ist eine wahre Tragödie, dass es ,,Müllhunde” gibt.
Viele von ihnen leben auf den Müllkippen in Alanya, Antalya und Demirtas und bereits seit Jahren versuchen Tierschützer überall in der Türkei ihnen zu helfen. Aber wie überall fehlt es an so Vielen, um nachhaltig und langfristig etwas ändern zu können.

Wenn wir diese Zeilen lesen, bricht es uns das Herz, denn kein Hund sollte im Müll leben und sich sogar davon ernähren.

Auch in Demirtas gab es eine Müllkippe, an der Efkan mindestens zweimal täglich vorbei fuhr und wo er auch Futterstellen betreute.  Nur wenige, dort ansässige Hunde sind Menschen gegenüber zutraulich und lassen sich in der Helligkeit blicken.  Die man schnappen konnte, wurden kastriert – die anderen sah man oft nur aus der Ferne oder gar nicht.

Ein paar Hunde konnten in der Vergangenheit auch gerettet und vermittelt werden, wie z.B. Titan oder Fina, aber die Hilfe war eigentlich immer zu wenig.

Auch wenn die Müllkippe ein furchtbarer Ort für ein Hundeleben ist… so war die Müllkippe doch immer ein sicherer Ort für viele Straßenhunde, wo sich sich verstecken konnten und wo sie genug Nahrung zum überleben fanden.

Nun hat diese Müllkippe geschlossen…
Die Müllberge wurden mit Erde überschüttet und der Lebensraum vieler Straßenhunde wurde dadurch zerstört.  In den letzten Jahren haben wir immer wieder gejammert, dass Hunde in diesem Müll leben. Nun, wo er nicht mehr da ist, sind wir sehr traurig, dass den Ärmsten der Armen das Bisschen genommen wurde, was sie einst hatten.
Sie haben keine Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten mehr – sie finden keine Essensreste mehr zwischen den Müllbergen – sie können sich in keinem Karton mehr verstecken, wenn wieder mal ein Unwetter über die Berge zieht. Alles wurde ihnen genommen.

Efkan und Anja helfen den Müllhunden natürlich durch zusätzliche Futterstellen und versuchen weitere Hunde einzufangen, um diese zu kastrieren, aber weil viele der Hunde gar nicht sichtbar sind, wird es ein schwieriges, bzw. unmögliches Unterfangen.

Wir können nur hoffen, dass alle Hunde einen neuen Lebensraum finden, wo sie in Ruhe gelassen werden und ausreichend Nahrung zum überleben finden. Und wir können sie soweit unterstützen, wie sie es zulassen…

Wirklich traurig, dass wir an dem Punkt angekommen sind, an dem wir uns die Müllkippe zurück wünschen. Traurige Realität im Leben der Tierschützer.