Hier wird aktuell dringend Unterstützung gebraucht ❣❣❣
8. August 2021
Ella
12. August 2021
Uns erreichte ein vor Ort Erfahrungsbericht der lieben Jessica, die uns Mitte Juli für eine Woche begleitet hat. An dieser Stelle auch nochmal ein ganz großes Dankeschön an dich für deine tolle Unterstützung und deinen liebevollen und einfühlsamem Umgang mit unseren Schützlingen.
>>> Als ich vor wenigen Wochen das erste Mal in die Türkei zu „Kitmir“ geflogen bin, war ich voller Vorfreude, hatte zwar wenig Ahnung, wollte diese Chance aber unbedingt nutzen. Was ich erwartet hab? Natürlich die Versorgung der Tiere, jede Menge Kuschel-Einheiten und endlich gutes Wetter, auf was man in Deutschland vergebens wartete ☀️
Die Realität holte mich allerdings vor Ort ziemlich schnell ein. Ich stellte mir die Frage, ob ich dieser Herausforderung überhaupt gewachsen war. Jedes Tier hatte individuelle Bedürfnisse, die man sich 1. möglichst schnell merken und 2. umsetzen musste. Zudem war es wirklich schwer die Schicksale dieser wunderbaren Tiere zu hören und zu sehen. Sie waren kranke und verletzte Tiere, Straßenhunde und -katzen, die immer Hunger hatten und kaum Liebe bekamen 💔 Und dann noch diese unerträgliche Hitze! 🥵
Wenig später konnte ich mich aber wieder fangen und auf das Wesentliche konzentrieren: Ich lernte, dass nicht nur das Streicheln der Tiere und das Füttern zum Alltag der Tierschützer:innen gehört, sondern auch das Bangen um ihre Schützlinge, deren Gesundheit und die kontinuierliche Sicherstellung der Versorgung, was unter den herrschenden Umständen oft zur echten Herausforderung wurde…
Einen typischen Tagesablauf gab es eigentlich nicht. Aufstehen, füttern, frisches Wasser bereitstellen, Kacki sammeln und entsorgen, Fahrten zur Tierklinik, Medikamente geben – soweit das Standardprogramm. Auf alles, was wir zusätzlich schafften, waren wir stolz wie Oskar, denn etwas konkret zu planen konnte man sich eh abschminken.
Ganz besonders waren die Berg-Tour und die Besuche auf „Efkanja“. Auf „Efkanja“ hat „Kitmir“ ein wahres Paradies für Tiere erbaut. Alle haben viel Platz und können sich innerhalb ihrer kleinen Rudel, die genau aufeinander abgestimmt sind, erholen und gesund werden. Efkan kümmert sich wie kein anderer um seine 65 Hunde, 2 Katzen, 4 Pferde, 2 Esel und einen Muli – und das ganz allein! Genau deshalb ist es so wichtig, dass „Kitmir“ noch mehr tatkräftige Unterstützung und helfende Hände vor Ort bekommt 💪🏼
Statt Sonne und Streicheleinheiten bekam ich also viel Dreck, kurze Nächte, tausend Emotionen, den ein oder anderen Kratzer, und eine anstrengende, aber die mitunter schönste Zeit meines Lebens!
In der (viel zu kurzen!) Zeit, die ich mit den Tieren verbringen durfte, habe ich von ihnen unbeschreiblich viel Liebe und Vertrauen geschenkt bekommen – was bei ihren Lebensgeschichten eigentlich vollkommen unverständlich ist! 🐶🐱🐴♥️ Die Tierschützer:innen rund um „Kitmir“ sind wirklich wie eine kleine Familie. Jeder kann spüren, dass das Wohl der Lebewesen allerhöchste Priorität hat und sie für die Tiere alles tun. Zum Beispiel bis 4 Uhr morgens für die Berg-Hunde kochen 😜
Diese Erfahrung hat mir gezeigt, was wirklich wichtig im Leben ist und wofür ich meine Energie nutzen möchte. Niemals hätte ich es für möglich gehalten, aber ein Stück meines Herzens habe ich in der Türkei bei den Tieren gelassen – und ich kann es nicht erwarten, so schnell wie möglich wieder zu ihnen zu fliegen! 💕 <<<