Vita unser Notfallkind – Braucht dringend ein neues Zuhause. Infos unter den Hunden auf Pflegestelle.

Pflegestelle: Auch Theo hat sein neues Zuhause gefunden.

Endstelle: Lonzo der erste Dalton, lebt nun im Schwarzwald bei einer wundervollen Familie. Alles gute für euch alle!!!

Endstelle: Lotta genießt ihr neues Zuhause im wunderschönen pfälzischen Bobenheim-Roxheim. Viel Spaß ihr und ihrer neuen Familie.

Endstelle: Kater Sorrow genießt sein neues Zuhause zusammen mit Kitmir Hund Peppels in Baden-Baden.

Pflegestelle: Fredda, Lotte, Topal und Grace sind in 76287 Rheinstetten und Lonzo in 76448 Durmersheim auf ihrer Pflegestelle angekommen.

Herbsturlaub von Baghira (Coco) im Bayerischen Wald…
24. Oktober 2017
Heute an der Baustelle (über der Baustelle, über der Baustelle)
27. Oktober 2017

Wenn der Kampf vergebens ist…
Ruhe in Frieden Chef!

Die größte Bestie unseres Planeten ist und bleibt der Mensch. Chef musste es am eigenen Leib erfahren.

Chef war ein Straßenhund, der unbekümmert uns sorglos in der Nähe von Anjas Haus lebte. Er war ein freier, glücklicher Hund, der sein Leben genoss und dem es an nichts fehlte. Anja und Efkan versorgten ihn mit Futter und nachts fand er ein trockenes Plätzchen unter Anjas Treppe.

Er war ein lieber, freundlicher und völlig unauffälliger Hund, der nie Jemanden zur Last fiel und auch niemals Probleme bereitete. Er gehörte zum Kitmir Rudel – allerdings außerhalb des Hauses, denn auch für ihn fehlte ein Plätzchen im sicheren Gehege. Trotz allem hatten Anja und Efkan immer ein Auge auf ihn.

Vor einigen Wochen war er dann plötzlich verschwunden und Anja und Efkan suchten 2 Tage nach ihm – vergebens. Dann wurden sie von einem Dorfbewohner darüber informiert, dass ein Hund in einem Graben liegen würde und die schlimmste Vermutung wurde zur Wahrheit.
Im Graben lag Chef – bewegungsunfähig, völlig durchnässt und dehydriert.

Er wurde sofort in die Klinik gebracht und geröntgt, wobei die Ergebnisse nicht eindeutig waren. Eindeutig war nur, dass er den hinteren Bereich seines Körpers nicht mehr bewegen konnte – er war gelähmt.
Anja und Efkan schafften ein MRT für Chef zu organisieren und nach den niederschmetternden Ergebnissen (die ebenfalls nicht eindeutig waren) suchten sie einen Spezialisten, der sich Chef annehmen könnte. Alle Ärzte lehnten ab – selbst ein Spezialist in Ankara sah keine Hoffnung für Chef.

Was aus dem MRT hervorging, war, dass Chef einen gewaltigen Schlag von oben auf seinen Körper erhalten hatte. Während Anja und Efkan bis zu diesem Zeitpunkt davon ausgingen, dass Chef einen Verkehrsunfall hatte, wurde nach dem MRT leider deutlich, dass er geschlagen wurde – schlimm geschlagen wurde – so schlimm, dass er nicht mehr aufstehen konnte.
Chef lag seit seinem Unfall in der Pension des Tierarztes, denn nach wie vor gibt es kein freies Plätzchen bei Anja.

Jeden Tag fuhren Anja und Efkan zu Chef in die Pension und versorgten ihn dort. Er wurde von Anja gewaschen und sie führte täglich kleine Übungen mit ihm durch in der Hoffnung, dass seine zerstörten Nerven sich erholen könnten. Kleine Erfolge waren zu erkennen, denn Chef begann seine Hinterbeine etwa zu bewegen. Trotz allem lag er den ganzen Tag nur herum und litt… denn ein ehemals freier Hund ist in einem gelähmten Körper gefesselt und ein gelähmter Körper zerfällt ohne dass man den Zerfall aufhalten kann.

Aber Anja und Efkan gaben die Hoffnung nicht auf und suchten weiter nach Hilfe.
In Burdur fanden sie einen Spezialisten für Neurologie, der sich Chef nach einer stundenlangen Fahrt annahm.
Die Hoffnung war groß – die Ergebnisse waren niederschmetternd.

Seit gestern ist nun klar, dass Chef nie wieder laufen kann. Ihm kann nicht mehr geholfen werden – Menschen haben seinen Körper und damit sein Leben zerstört.

Anja und Efkan werden ihn heute auf seiner letzten Reise begleiten.
Für ihn soll die Sonne scheinen wenn er sich von dieser Welt verabschieden muss und er soll ,,Zuhause“ sterben – an seinem Lieblingsplatz.
Anja und Efkan und auch unser Tierarzt Özcan haben alles getan, um Chef zu helfen. Jeder Tag in den letzten Wochen war voller Hoffnung, aber es gibt keine Hoffnung mehr. Menschen haben Chef zu einem armseligen Krüppel geprügelt und kein Tier sollte auf diese Weise vor sich hinvegetieren müssen.

Chef wird nun bald über die Regenbogenbrücke gehen.
Gute Reise großer, tapferer Junge. Ruhe in Frieden!